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Meditations kurs

Ein vollständiger Meditationskurs in 4 Lerneinheiten.

Dies ist die Lerneinheit 01

Lesezeit: 6 Minuten

Was dich hier erwartet

In der 1. Lerneinheit geht es darum zu verstehen, was mich in der Meditation erwartet – Was ist Meditation wirklich?

Die 2. Lerneinheit bereitet mich vor. Sie stellt vor, was ich in der Meditation mit meinem Körper mache und wie ich eine für die Meditation hilfreiche Umgebung schaffe.

Die 3. Lerneinheit ist der eigentlich Einstieg in die Praxis. Was ich ganz konkret mache, damit ein Meditationszustand eintreten kann.

Die 4. Lerneinheit dient der Vertiefung. Was hilft mir, eine regelmäßige Meditationspraxis zu etablieren?

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meditationskurs

Meditations kurs – Lerneinheit 01

 

 

Was Meditation ist

 

– und was nicht. 





Vorweg

  • Meditation tut nicht weh.

  • Ich muss nichts erreichen.

  • Es geht um Wahrnehmung – nicht um Leistung.

  • Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu meditieren – und jeder wird von ihr profitieren.

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Was ist „Meditation“ nicht?

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Vielleicht denkst du bei Meditation an Entspannung und Wellness, an am Pool liegen, den Gedanken nachhängen, Musik hören, so was wie die Seele baumeln lassen.

Das ist sie nicht.

Der Buddha wurde nicht der Gechillte genannt, sondern der Voll-Erwachte.

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Was ist "Meditation"?

 

Was ist sie dann?

Unsere Kultur lehrt mich, nach außen zu schauen. Und mit immer neuen Ablenkungen versucht sie, mich gefangen zu nehmen. Und ich merke es gar nicht.

In der Meditation lerne ich allmählich, achtsam zu werden, also mir bewusst zu machen, was gerade geschieht. Denn fast immer bin ich mit meinen Gedanken woanders und damit in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Aber fast nie, wo ich gerade bin.

Nun richte ich meine Aufmerksamkeit nach innen – und lerne so allmählich mich selbst und den Charakter der Realität auf eine ganz andere Art kennen.

Meditation“ meint sowohl Zustände des Geistes, als auch Methoden, diese Zustände zu erreichen. 

Das, was wir Meditation nennen, das ist zunächst ein Üben, nämlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ein meditativer Zustand entstehen kann.

In der Meditation beschäftige ich mich mit meinem Geist. Ich muss ja erst einmal herausbekommen, was das ist, dieser Geist. Ich muss ihn finden, ihn beobachten, ihm auf die Schliche kommen. Dafür muss ich mich hinsetzen und beobachten. Daraus besteht die Meditation erst einmal.

In der Meditation nähere ich mich einem Geisteszustand, der voll wach und dennoch nicht durch Gedanken und Emotionen bestimmt ist.

Der Geist setzt sich und wird klar, wie schlammiges Wasser in einem Glas klar wird, wenn man es nicht weiter schüttelt.

Ich gehe einen Weg, der mich bewusst macht, der mich zum Herrn oder zur Herrin in meinem Haus macht, so dass ich schließlich bestimmen kann – und nicht länger passiver Spielball entgegengesetzter Impulse, Strömungen und Einflüsse in mir selbst bin.

Früher

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Früher, als noch nicht alle Menschen einen Fernseher und erst recht kein Handy hatten, haben sie es sich am Fenster bequem gemacht und nach draußen geschaut. Es gab nichts besonders zu sehen. Da waren die Straße, die Häuser gegenüber und ganz ab und zu kam ein Auto vorbei oder jemand kam aus dem Nachbarhaus oder ein Hund bellte irgendwo.

Da war keine besondere Absicht. Da war auch keine Ungeduld. Einfach nur schauen. Oh, da hüpft ein Spatz und noch einer. Wo kommen die denn her?

So ähnlich geht Meditation. Die Autos und Spatzen und Menschen sind deine Gedanken und Gefühle. Du beobachtest. Und sonst nichts.

Aber. Du schaust nicht mehr, was außen so vor sich geht, sondern was in dir selbst geschieht.

Es geht vielleicht ganz im Anfang nur darum, mich auszuhalten. Es ist ja gar nicht so einfach, sich hinzusetzen – und nichts zu tun. Gar nichts. Nicht mal aus dem Fenster gucken.

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Meditationsmusik

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Die Meditation, die ich hier vorstelle, ist still. Während der Praxis gibt es keine Anweisungen, keine Musik, keinen Gesang, kein Rezitieren.

Musik transportiert Emotionen, vermittelt Stimmungen und manchmal ist ein Musikstück auch in der Lage, den Geist zu fangen und zur Ruhe zu bringen. Ich lasse die Gedanken los und tauche in etwas ein. Und das ist schon etwas.

Was beim Hören von geeigneter Musik geschieht, ist vielleicht keine Meditation. Ich bin skeptisch ob eine solche Musik wirklich achtsam macht. Manchmal denke ich, sie trägt den Geist eher weg.

Sie kann aber vorbereiten und auf leichte und angenehme Weise eine Ahnung davon geben, um was es geht.

Spirituelle Musik hören

Ich höre Musik nicht, sondern fühle sie, liege auf dem Boden und lass mich von der Musik in einen anderen Raum tragen. Ich spüre die Begeisterung – aber keine nüchternen Informationen. Weil keine Gedanken mehr da sind, gibt es keine Möglichkeit des Nachdenkens, des Analysierens. So kann die Musik unmittelbar eindringen, tragen, formen.

Die Musik ist wie ein Fahrzeug, ein Fahrzeug, das nicht an die Erde gebunden ist, noch nicht einmal an diesen Planeten. Wo sie mich hinträgt, da bin ich. Und sie kann auch meine Gedanken wegpusten, meine negativen Emotionen. Ich tauche in die Musik ein. Ich schwimme mit ihr, tanze. So schön. Die Wellen der Musik tragen mich. Nichts mehr.

Musik, die eine Meditation begleiten kann

Nicht jede Musik ist geeignet. Meditationsmusik ist ein wenig wie melodische Hintergrundgeräusche ohne besondere Höhen und Tiefen – alles ruhig und ohne Hektik.

Ich denke an klassische europäische Musik und dabei an viele Stücke, die für einen Gottesdienst geschaffen wurde. Sie soll ja gerade einen Eindruck von verheißenen Bereichen, von den Wonnen des Himmels oder des Paradieses vermitteln, von Orten, an denen sich die Verstorbenen aufhalten.

Es gibt auch in der populären Musik Stücke, die ganz gut geeignet ist und die aus dem esoterischen Bereich natürlich und ebenso außereuropäische Musik, die dann meist auch einen spirituellen Hintergrund hat.

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Kurze Zusammenfassung

 

  • Meditation ist zunächst ein Üben, nämlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ein meditativer Zustand entstehen kann.

  • Ich lerne, achtsam zu werden, also mir bewusst zu machen, was gerade geschieht.

  • In der Meditation nähere ich mich einem Geisteszustand, der voll wach und dennoch nicht durch Gedanken und Emotionen bestimmt ist.

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Mini-Übung:

 

Meditation ist etwas sehr Praktisches.

Deshalb:

Setze dich jetzt 3 Minuten lang hin und nimm einfach nur wahr.

Bin ich aufgeregt, ist mir langweilig, habe ich Hunger, wäre ich gern woanders?

Denk nicht weiter darüber nach und mach einfach. 

Jetzt!

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