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Miteinander sprechen – Achtsame Kommunikation

Lesedauer: 4 Minuten


Miteinander sprechen. Wie kommuniziere ich, ohne die Anderen gegen mich aufzubringen? Denn alles was ich sage, bewirkt etwas. Worte können helfen und heilen oder verletzen und wütend machen.

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Weshalb Achtsame Kommunikation?

Achtsame Kommunikation beschreibt eine grundsätzliche Herangehensweise im Umgang mit anderen Menschen.

Alles was ich sage, bewirkt etwas bei dem, der diese Worte aufnimmt. Worte können helfen und heilen oder verletzen und wütend machen.

Ich bedenke oft nicht, wie empfindlich Menschen sind. Ein unbedachtes Wort kann eine Freundschaft zerstören. Die Egos sind so zerbrechlich und empfindlich. Auch wenn ich mir gar nichts Böses dabei gedacht habe, kann sich der andere angegriffen, beleidigt, nicht beachtet oder kritisiert fühlen.

Ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der Kritik wirklich annehmen kann.

Wenn ich bei kontroversen Ansichten einem für alle tragbarem Ergebnis näher kommen will, lassen sich Äußerungen nicht vermeiden, die von den Anderen als Kritik aufgefasst werden könnten.

Achtsame Kommunikation ist nichts anderes als der Versuch, diese Kritik möglichst behutsam zu vermitteln und den unvermeidbaren Reaktionen der Anderen den emotionalen Stachel zu nehmen.

Ich tue alles, damit sich der andere Mensch wohl und sicher fühlt. Ich könnte ihn behandeln wie ein zartes, zerbrechliches Kind.

Das Ideal wäre, mir meiner eigenen Gedanken und Gefühle bewusst zu sein und zu bedenken, was ich bezwecke und welche Wirkung meine Worte bei meinem Gegenüber entfalten, bevor ein Wort meinen Mund verlässt.

Das ist ein hilfreiches Ideal. Um das tatsächlich umzusetzen bräuchte es übermenschliche Fähigkeiten.

Wann kommuniziere ich achtsam?

Auf Augenhöhe

Ein Gespräch sollte immer auf Augenhöhe stattfinden.

Zuhören

Ich gebe der anderen Seite Raum und versuche sie wirklich zu verstehenauch wenn ich mit der Sichtweise der Anderen nicht einverstanden bin.

Ich schenke den Gesprächspartnern meine bewusste, unabgelenkte Aufmerksamkeit.

Dazu gehört auch, dass ich mich nicht von meinen eigenen Gedanken und Gefühlen ablenken lasse oder auf eine Lücke lauere, um selbst zu sprechen.

Gehaltvoll

Ich spreche überlegt.

Trage ich mit meiner Aussage etwas Bedeutungsvolles zum Gespräch bei?

Stimmt das, was ich sagen will?

Klarheit

Ich spreche so, dass mich die Gegenseite leicht verstehen kann.

Pausen zulassen

Ich spreche vielleicht bewusst langsam. Auch ein Moment der Stille ist erlaubt.

Das gibt Raum zum Nachdenken und hilft, Emotionen zu regulieren.

Unangenehme Wahrheiten

Es muss nicht immer alles gesagt werden. Gleichzeitig sollte ich darauf achten, nicht das zurückzuhalten, was wirklich gesagt werden muss.

Ich bringe Kritik sachlich vor und auf Tatsachen gestützt.

Es geht um Lösungen – und nicht darum, wer Schuld hat. Niemand wird verurteilt oder gar beleidigt.

Wenn ich kritisiere, kritisiere ich niemals den Menschen, sondern immer nur sein Verhalten.

Wenn ich etwas für den anderen Menschen Unangenehmes ansprechen muss, spreche ich mit Mitgefühl und erkläre, warum ich dies zur Sprache bringe.

Gefühle

In einem Gespräch werden auf beiden Seite Gefühle auftauchen und die Situation beeinflussen. Ich sollte diese Gefühle erkennen, beachten und darf sie auch ansprechen – allerdings ohne sie zu bewerten.

Kann ich mich entschuldigen oder bedanken, wenn es angebracht ist?

Wie lerne ich, achtsam zu kommunizieren?

Bevor ich irgendetwas sage und bevor ich handele, gibt es einen Gedanken.

Gedanken schwirren ständig in meinem Geist und formen sich zu einem inneren Dialog, der kaum einmal in mein Bewusstsein dringt. Ich spreche kontinuierlich mit mir selbst.

Dieser innere Dialog entscheidet darüber, wie ich wahrnehme und wie ich mit meiner Umwelt interagiere.

Wenn ich Einfluss auf mein Sprechen und Handeln gewinnen will, muss ich dort anfangen.

Ich kann tatsächlich lernen, meine Gedanken und Gefühle mit einer gewissen neugierigen Objektivität zu beobachten, wie ein außenstehender Dritter.

Der Schlüssel ist Achtsamkeit.

Und Achtsamkeit lerne ich durch Meditation.

 

raum-fuer-meditation

 

Weiter lesen

Das ist ein weiterer Artikel zum Thema „Kommunikation“:

https://www.raumfuermeditation.de/diskriminierende-sprache/

 

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3 Kommentare zu „Miteinander sprechen – Achtsame Kommunikation“

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