Was ist Erleuchtung?

 

Was ist Erleuchtung? Es ist eine Erfahrung und ein Zustand des Geistes, heißt es. Das ist der Zustand, der dem historischen Buddha geschah. Was kann man über diesen Zustand sagen?

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Der Buddha Shakyamuni als Symbol der Erleuchtung

 

Was ist Erleuchtung?

Mir ist immer mal wieder die Frage gestellt worden, was Erleuchtung ist. Ich weiß natürlich, dass es verwegen und vermessen ist, über Erleuchtung zu sprechen, wenn man nicht erleuchtet ist. Ich will es trotzdem versuchen. Was ich so gehört habe.

Das hat nichts mit Buddhismus oder Religion zu tun. Es gilt allgemein. So kann natürlich auch ein Christ Erleuchtung erlangen oder ein Atheist.

Man kann es von außen betrachten. Dann könnte man sagen, die Erleuchtung zeigt, wie die Welt wirklich ist. Wie ist sie denn? Die Buddhisten würden sagen, sie ist traumgleich, ohne feste Substanz. Alles ist leer. Hilft das weiter?

Es ist eine Erfahrung und ein Zustand des Geistes, heißt es. So wie es Schlafen gibt und Wachen. Man könnte von einem nicht dualen Zustand sprechen. Wir kennen immer dieses: ich bin hier und dort ist mein Gegenüber. Es gibt einen Zustand, in dem dieser Gegensatz aufgehoben ist.

Ein Zustand von wem? Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Jedenfalls nicht von mir, denn ich bin dann nicht mehr. Nicht in dem Sinne, dass da niemand mehr ist. Da sitzt der selbe Mensch wie zuvor. Wenn dich jemand ansieht, sitzt da der selbe Mensch.

Da ist nicht mehr dieser Eine, der das andere wahrnimmt. Beides ist eins. Das ist schwer zu verstehen und zu beschreiben. So wie es schwer ist, zu beschreiben, wie eine Mango schmeckt, wenn du noch nie eine gegessen hast.

Es ist gewaltig, ein riesengroßes Geschenk, so besonders – anders als alles, was du je erlebt hast. Du wirst diesen Augenblick natürlich nie vergessen.

Und irgendwie ist dieser Zustand gewöhnlich. Er fühlt sich ziemlich natürlich an. Gar nicht so spektakulär. Wenn es auftritt, ist da vielleicht sogar so etwas wie Enttäuschung. Das soll alles sein?

Die, die diesen Zustand kennen, sagen, das ist auch kein Wunder. Denn eigentlich ist das unser natürlicher Zustand. Das ist etwas, was wir alle schon haben. Du hast es schon immer. Er ist schon immer da. Das ist so, als hättest du dein Haus auf einem großen Goldschatz gebaut und wüsstest nichts davon. Irgendwann gräbst du und findest ihn. Für dich ist es neu. Aber er war schon immer da.

Es ist nichts, das Du neu erwirbst. Wir sind also eigentlich schon erleuchtet. Das Problem ist, das wir das nicht erkennen.

Es ist so, wie der Himmel. Der ist da oben immer wunderbar strahlend hell leuchtend in tiefem Blau. Aber manchmal sind Wolken davor, so dass wir ihn nicht sehen können.

Das Ego ist nicht mehr da. Deshalb gibt es auch keine Sorge um mich. Ob es mir geschenkt wird oder jemandem anderem ist gleich.

Und ohne Ego kommt eine weitere grundlegende Eigenschaft des Menschen zum Vorschein, weil sie dann durch nichts mehr verdeckt wird, nämlich ein universelles Mitgefühl. Da ist der übergroße Wunsch, dass alle Wesen an diesem Zustand teilhaben, ein universelles Gefühl von Mitgefühl für alle fühlenden Wesen und ganz große Dankbarkeit.

Das ist bei fast allen Menschen, die es erleben, kein dauerhafter Zustand. Es kann ganz kurz auftreten oder auch etwas länger – vielleicht ein paar Minuten oder auch eine halbe Stunde lang. Auf jeden Fall ist er nicht permanent.

Das ist das, was die Zen-Leute Satori nennen. Es sind Augenblicke. Und dann bist du wieder da, mit deinen Gedanken und Emotionen.

Und dann gibt es die Erleuchtung. Jemand ist voll erwacht. Das ist etwas ganz anderes. Das bedeutet, dass das ganze Sein von diesem Zustand durchdrungen ist. Ein Erleuchteter ist immer in diesem Zustand. Vielleicht gibt es von diesen Mensch kaum welche. Vielleicht ist das nur nach dem Tod möglich und in ganz ganz wenigen Ausnahmefällen. Von Menschen wie dem Dalai Lama wird gesagt, sie seine erleuchtet. Vielleicht stimmt das.

Und wenn es kommt, dann ist es jeweils gleich. Das ist dann der selbe Zustand, der dem historischen Buddha geschah – exakt gleich. Nicht weniger und nicht mehr. Jeder, der diese Erfahrung macht, ist dann auch ein Buddha, ein voll Erwachter.

 

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