Auf dieser Seite findest du Meditationstexte. Darunter verstehe ich Erinnerungen, Beobachtungen, Begegnungen, Stimmungen, Notizen – alles was zum Innehalten, Nachdenken und Meditieren anregt.

meditationstexte

Wie du diese Seite nutzen kannst

Die Texte müssen nicht in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden. Die Anregung ist, sich einen Text heraus zu suchen und dich mit ihm auseinander zu setzen.

Im Raum für Meditation geht es um alle Formen der Meditation. Eine dieser Formen ist die Kontemplation. Dazu kannst du einen Text mit in die Meditation zu nehmen. Behalte den Text im Mind und gehe mit ihm in die Stille. Es geht weniger um grübeln als um sich setzen lassen.

Weite

Schon das Wort „Weite“ versetzt mich in einen meditativen Zustand. Stell dir vor, du stehst am Rande eines Meeres. Du schaust bis zum Horizont und weißt, dass selbst da das Meer keine Grenze hat. So ist die Meditation. Weit und geräumig.

Lächeln

Sitze und zaubere ein Lächeln auf Deine Lippen. Selbst wenn Dir nicht danach ist. Schon wenn Du deinen Mund entsprechend bewegst, wird dich das verändern. Es kommt eine gewisse Leichtigkeit und Heiterkeit.

Lebendige Wahrheit

Auch wenn es letztlich nur eine Wahrheit gibt. Ich kann mir meiner Wahrheit nie gewiss sein. Ich muss immer wieder darum ringen, damit sie frisch und lebendig bleibt.

Langweilige Gegenwart

Die Gegenwart fühlt sich manchmal langweilig an. Aber es gibt gerade nichts anderes. In der Meditation geht es darum, mich mal nicht abzulenken, nicht weg zu laufen, nichts besonderes zu tun, mich auszuhalten. Nur sein.

Ein Berg

Stell Dir einen Berg vor. Da kommen Stürme. Du lobst ihn oder Du beleidigst ihn. Es ist ihm völlig gleich. Er ist nicht erzürnt, nicht erfreut, nicht verzweifelt. Er ruht einfach in sich. Unerschütterlich. So könnte die Meditation irgendwann sein.

Meditative Momente im gewöhnlichen Alltag

Das, was wir Meditation nennen, sind Phasen des Übens. Wir lernen einen anderen Zustand des Geistes kennen. Diesen Zustand können wir dann überall erfahren – im ganz gewöhnlichen Alltag, in der Straßenbahn, bei Einkaufen, beim Schauen aus dem Fenster.

Die Lücke zwischen zwei Gedanken

Irgendein Gedanken taucht auf und irgendwann hört er wieder auf. Folglich muss es eine Lücke geben, wenn ein Gedanke aufgehört und der andere noch nicht begonnen hat. In dieser Lücke geschieht Meditation.

Die vier Siegel

Alles was aus Teilen besteht, wird sich verändern. Alles Unvollkommene ist mit Leid verbunden. Es gibt kein Ding, das eine eigenständige Existenz hätte. Es gibt einen Bereich jenseits von Konzepten.

Wir sind immer mit irgendetwas beschäftigt

Wir sind immer mit irgendetwas beschäftigt. Wir trauern irgendetwas nach. Oder wir stellen uns irgendetwas vor, das nicht ist. Aber wir vermeiden es ganz konsequent, in diesem Augenblick zu sein.

Vollständig wach

Vollständig wach. Nacktes, unverfälschtes Gewahrseins. Nur jetzt, nur Sein.

Ohne Ego

Wie wäre ein Leben ohne Ego? Keine Vorstellungen mehr von, wie alles ist und wie alles sein müsste. Da ist nichts von gut und schlecht, von Vorlieben und Abneigungen. Es ist kein Nichts ohne irgendetwas – eher ein noch nicht genutztes unendliches Potential.

Augenblicke ohne Gedanken

Meditation. Es gibt immer wieder Augenblicke, da sind keine Gedanken da und damit auch keine Sorgen und Grübeleien. Das ist unser natürlicher Zustand.

Sitzen wie eine Königin

Die Art wie Du sitzt, macht etwas mit Dir und Deiner Meditation. Sitze sehr aufrecht und majestätisch – wie ein König oder eine Königin. Da ist etwas von innerer Größe, von Großzügigkeit, von Würde und von natürlichem Stolz ohne Überheblichkeit.

Alles ist offenbar

Wenn der gewöhnliche denkende Geist vollständig zur Ruhe gekommen ist, dann gibt es kein Hindernis mehr, keine Verblendung, keine Ablenkung. Alles ist offenbar, unverhüllt, klar ersichtlich und unmittelbar präsent.

Alles nur Energie

Ärger und Freude, Wut und Hoffnung – letztlich sind sie nichts anderes als Energie. Wie der Wind und die Wellen.

Still sitzen

In Japan sagt man: Still sitzen. Nichts tun. Der Frühling kommt und das Gras wächst ohne dass ich irgendwie eingreife.

Eine Vorstellung von der Welt

Wir haben eine Vorstellung von der Welt, die mit der letztendlichen Realität wenig zu tun hat. Und wir nehmen die Welt nicht einmal so wahr, wie wir sie uns vorstellen, weil wir mit unseren Gedanken fast immer in der Vergangenheit oder in der Zukunft sind.

Ohne Anfang

Es ist ohne Anfang und ohne Ende. Nicht geschaffen, nie geboren und nicht vergänglich – unveränderlich.

Ich sitze da und meditiere

In der Meditation geht es auch darum, diesen unseren Geist zu zähmen. Dieser gewöhnliche Geist hat mal ein paar Minuten lang nichts zu sagen. Er kann denken und wollen was er will. Ich sitze da und meditiere.

Boddhisattva

Die großen Wesen, die voll erwacht sind, entwickeln unermessliches, bedingungsloses Mitgefühl. Ihnen tun die Wesen, die die Wahrheit noch nicht sehen können, nur noch Leid. In ihnen entsteht das große Bedürfnis, auch allen anderen Wesen zu diesem Zustand zu verhelfen. 

Erfolg

Um mit irgendetwas wirklich Erfolg zu haben, musst du erstens damit anfangen und du darfst zweitens nicht mehr damit aufhören. Das gilt auch für die Meditation.

Meditationstexte. Grenzenlose Weite

Da ist Offenheit und grenzenlose Weite. Es ist wie der Himmel – leer, weit und rein von Anfang an, frei von Ursachen und Bedingungen.

Meditationstexte. Gewahrsein

Gewahrsein bedeutet, ich weiß, was jetzt ist. Ich bin hier, in diesem Augenblick, nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

Vorstellung

Wenn wir beide schon einmal eine Mango gegessen haben, dann sage ich Mango und du weißt, wovon die Rede ist. Wenn du Mangos nicht kennst, dann sage ich, es ist so ähnlich wie eine Pflaume oder ein Pfirsich. Dann hast du wenigstens eine gewisse Vorstellung. Aber wie soll jemand etwas beschreiben, das jenseits der Vorstellungskraft liegt?

Realität

Wie die Welt wirklich ist, ist schwer heraus zu bekommen. Wir erfahren sie nur indirekt über unsere Sinne. Unsere Welt besteht aus Vorstellungen und Konzepten.

Probleme

Wenn keine Gedanken mehr da sind, wenigsten keine, die mich fesseln, dann kann es keine Probleme mehr geben. Es gibt keine Begrenzungen mehr, keine Zeit, nichts, das jetzt getan werden müsste.

Die Welt schaffen

Wir schaffen die Welt in unserem Kopf.

Meditationstexte. Uns selbst erkennen

Wirklich schwer ist es, uns selbst zu erkennen – so wie wir tatsächlich sind. Wir identifizieren uns mit unseren Gedanken und Gefühlen und mit unseren Vorstellungen von uns selbst. Das ist unser Ego, derjenige, von dem wir meinen, dass er uns ausmacht und derjenige, der sagt: Ich bin.

Meditationstexte. Der Augenblick des Todes

Der Augenblick des Todes ist der vielleicht wichtigste Augenblick im ganzen Leben. Denn unserer Geisteszustand zu dem Zeitpunkt bestimmt, wie es weiter geht.

Meditationstexte. Ursachen

Das, was geschieht, fällt nicht einfach vom Himmel. Alles hat eine Ursache und damit auch eine Wirkung. Auch wenn ich Leid erfahre, hat das eine Ursache.

Versenkung

Versenkung heißt die Meditation, in der der Erfahrungsgegenstand in seiner wahren Natur zum Vorschein kommt, unbeeinflusst vom Denken und Fühlen des Betrachters.“

Patanjali

Erleuchtung

Es wird von unglaublichem Gelächter berichtet, wenn diesem Menschen klar wird, was er bis dahin gemacht hat. Es ist nur noch komisch. Es fühlt sich leicht an. Der ganze Mist ist weg. Es gibt nichts mehr, über das man sich aufregen könnte. Da ist unendliche Freude, Frieden und Mitgefühl.

Meditationstexte. Vorstellung

Wie wäre es, wenn alle unsere Vorstellungen wie eine Wolkendecke vor dem blauen Himmel weggezogen werden. Das, was uns hindert, die Wirklichkeit zu sehen, wie sie ist, ist dieser Teil unseres Geistes, den wir mit unseren Gedanken und Gefühlen identifizieren.

Meditationstexte. Gewahrsein

Da sind keine Gedanken mehr, kein Wollen, keine Vergangenheit, keine Zukunft. Alle Begrenzungen sind aufgelöst. Da ist nur noch Gewahrsein.

Meditationstexte. Jeder Augenblick

Jeder Augenblick ist immer wieder neu, einzigartig und frisch.

Meditationstexte. Aushalten

Meditation bedeutet im ersten Schritt nichts anderes, als sich selbst einen Moment lang auszuhalten und nichts anderes zu tun.

Meditationstexte. Gedanken

Meditation bedeutet nicht, keine Gedanken zu haben. Aber wir können versuchen, aufsteigende Gedanken wieder los zu lassen.

Atmen

Atme ganz langsam achtsam und bewusst tief aus. Und beobachtet dabei deine Gedanken. Sind da Gedanken?

Leere

Alles ist leer“ meint, dass wir uns nur darauf verlassen können, dass sich immer alles ändert. Alles was aus Teilen besteht, wird irgendwann wieder auseinander fallen. Es gibt nicht viel, auf das wir uns wirklich verlassen können.

In dem Bereich

Er ruhte in dem Bereich, der ohne Materie, ohne Raum und ohne Denken, in dem nicht irgend etwas mehr ist, in dem es kein Unterscheiden und kein Nichtunterscheiden, nicht diese Welt noch jene Welt gibt. Dort zeigt sich das Ewige, Ungeborene und nicht Entstandene. Dort herrscht kein Stillstand und kein Weitergehen.

Ruhe

Nur wer bereit ist, wird zur Ruhe kommen.

Zur Ruhe zu kommen heißt, die Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen zu lassen.

Wenn Gedanken und Gefühle vollständig zur Ruhe gekommen sind, dann weilt der Mensch im Absoluten.“

Patanjali

Gelassenheit

Einst sagte mir ein Meister: Du versuchst es zu hart. Manchmal hilft Gelassenheit.

Schlamm

Wenn der Schlamm in einem Gewässer aufgewühlt wird, dann wird das Wasser dunkel und undurchsichtig. Wenn aber das Wasser nicht weiter bewegt wird, dann setzt sich der Schlamm ab und das Wasser wird klar. So wird auch der Geist klar, wenn er nicht weiter aufgewühlt wird.

Ein staunendes kleines Kind

Der Geist bewegt sich frisch, neu, wie ein staunendes kleines Kind durch die Welt. So als ob es die Welt zum ersten Mal sehen würde. Das macht den Geist weit, empfänglich für das, was Meditation wirklich ist.

Energie

Eigentlich gibt es nur Energie, irgendwelche winzigen Teilchen, die so heftig herum wirbeln, dass wir sie als fest empfinden.

Konkret

Gibt es denn nichts? Bleibt alles so, wie es jetzt ist? Sind wir noch die Person, die wir vor zehn Jahren waren? Die Dinge sind vielleicht nicht so konkret wie sie scheinen.

Meditationstexte: Wellen

Ich schaue aus dem Fenster und sehe einen blauen Himmel und habe schlicht vergessen, dass es gestern noch regnete. Ausatmen. Fließen. Schweben. Keine Gedanken, kein Wollen. Zeitlos. Ein Lächeln, Freude.

Jetzt einfach die Augen schließen. Bleiben. Endlos. Immer.

Kein Ich und kein Du – zeitlos, raumlos, ohne Gedanken -, nur Fliegen, Fließen und Glück.

Ins Weite schauen. Auf die Wolken und die Flecken blauen Himmels dazwischen. Ärger und Freude, Wut und Hoffnung – letztlich sind sie nichts anderes als Energie. Wie der Wind und wie die Wellen.

aus: Meditationen Momente Mysterien 

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Meditationstexte: Vielleicht

Probleme. Vielleicht sind sie nur dort draußen. Manchmal kann ich sie dort sehen und stehen lassen.

Meine Gedanken ziehen wie Wolken. Und manchmal ist der Himmel auch klar. Keine Gedanken mehr. Das ist wohl Glück. Kein Glücklichsein über irgendetwas, sondern Glück.

Und. Nur eine dünne Wand zwischen Glück und Unglück. Irgendwo ist auch Angst. Selbst in der Freude. Die Angst vor der Angst. Vor der Angst, diese hauchdünne Wand könne reißen.

aus: Meditationen Momente Mysterien 

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Meditationstexte: Leben

Manchmal bewege ich mich durch die Welt wie ein kleines Kind – staunend – und manchmal sehe ich, wie ich untergehe, wie ich mich in Leid stürze. Ich suche etwas. Und manchmal finde ich es, und manchmal ist viel Schmerz da.

aus: Meditationen Momente Mysterien  

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Meditationstexe: Fremd

Ich könnte alles hinwerfen und weiß doch genau, dass ich es nicht tun werde. Wie fremd und verlassen komme ich mir vor. Ein Impuls einfach loszulaufen, laufen, laufen, laufen. Mich unter einen schattigen Baum setzen, auf einem Hügel und in die Weite schauen, in einen unergründlichen, tiefblauen, nur durch ganz feine Federwolken verschleierten Himmel und in die Unendlichkeit des weiten Landes vor mir. Sitzen, schauen, vergessen und nichts mehr.

aus: Meditationen Momente Mysterien

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Worte des ersten Shogun Tokugawa (1543-1616), Japan

Das Leben gleicht jemandem, der auf einer Straße geht und eine schwere Last trägt.

Handle ohne Hast.

Nichts ist perfekt.

Wenn du mehr willst, dann erinnere dich an Zeiten, in denen du weniger hattest.

Geduld bringt Ruhe und Sicherheit. Ärger wird dir nur schaden.

Wer nur Siege kennt und keine Niederlagen, braucht auf ein Unglück nicht lange zu warten.

Sei kritisch dir selbst gegenüber und schade anderen nicht.

Es ist besser, nicht allzu reich zu sein, als im Überfluss zu leben.

Meditationstexte: Überlegungen beim Apfelpflücken

Was ist wichtiger, ein Mensch oder eine Wespe? Vom Standpunkt der Wespe aus sicher die Wespe.

Nach einem Gedicht des chinesischen Dichter Dschang Dji aus der Zeit der Tang-Dynastie

Als der Mond unter geht, hört man Raben.

Auf den Blättern liegt Raureif.

Am Fluss spiegeln sich die Stämme des Ahorns und der Rauch eines Feuers weht herüber.

Ein Tempel steht auf dem Berg bei der Stadt Gusu.

Durch die Kälte hört man um Mitternacht seine Glocke.

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