Wann meditieren? Der richtige Zeitpunkt

Wann meditieren? Tageszeiten besitzen eigene Qualitäten. Die Dämmerung ist besonders – fast magisch. In diesen Zeiten des Übergangs ist der Geist empfänglicher für die spirituelle Praxis. Finde ein Zeitfenster, das in deinen Tagesablauf und zu deinem Bio-Rhytmus passt.

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Bei „wann meditieren“ denke ich zunächst an eine Tageszeit.

Kurz gesagt: Meditiere, wann und wenn für dich eine gute Zeit ist. Finde ein Zeitfenster, das für dich realistisch ist. Die Zeit muss in deinen Tagesablauf und sie sollte auch zu deinem Bio-Rhytmus passen.

Auch wenn man zu jeder Tageszeit meditieren kann und damit immer eine gute Zeit dafür ist, haben unterschiedliche Tageszeiten unterschiedliche Wirkungen.

Die Zeiten dazwischen sind besonders – fast magisch. Das sind die Zeiten der Dämmerung, egal ob abends oder morgens. Das sind Zeiten des Übergangs und Zeiten, in denen der Geist besonders empfänglich ist. Sie gelten als die besten Zeiten für die spirituelle Praxis.

Morgens zu meditieren ist eine gute Möglichkeit – direkt nach dem Wachwerden, wenn ich beginne, den Wachzustand wahrzunehmen und aufstehe. Das Tagewerk hat noch nicht begonnen. Ich bin frisch und bereit, aber noch nicht abgelenkt und nicht geschäftig.

Neben der Zeit ziemlich direkt nach dem Aufstehen gibt es noch das Morgens, das eigentlich nachts heißt – so eine Zeit zwischen 4 Uhr und 6 Uhr, eine Zeit vor Sonnenaufgang, wo es draußen dunkel oder dämmerig ist. Das Leben hat noch nicht begonnen. Da liegt eine eigenartige Stimmung über dem Land. Der extreme Morgen schwingt in einer sanften Stille. Da ist man ganz für sich.

Die traditionelle asiatische Medizin meint, das sei die Zeit, in der unsere Körperfunktionen und unsere Energie wieder anfangen zu zirkulieren.

Eine Meditation am Morgen hat einige praktische Vorteile:

Ich muss nicht erst die Gedanken von dem lösen, was mich gerade beschäftigt. Ich bin unmittelbar bereit.

Um diese Zeit kann wenig dazwischen kommen.

Es braucht doch meist etwas, bis ich es endlich in die Tat umsetze. Das entfällt morgens.

Eine Morgenmeditation ist ein starkes Fundament für den Tag. Ich nehme diesen guten Zustand mit.

Es gibt auch Punkte, die für eine Meditation am Abend sprechen. Da ist dieses „wenn alles getan ist“. Ich weiß, ich habe heute etwas geschafft. Ich kann los lassen. Selbst das, was nicht getan wurde, das hat jetzt Zeit bis morgen.

Der Alltag liegt hinter dir. Vielleicht sind die Kinder im Bett und schlafen endlich. Vielleicht ist da eine gewisse wohlige Erschöpfung, die Freude, etwas geschafft zu haben. Alles hat sich gesetzt, Entspannung.

Direkt vor dem Schlafengehen beginnt sich der Gedankenstrom zu verlangsamen. Der Körper und der Geist bereiten sich auf die Nachtruhe vor. Auch dann ist der Geist ruhig und wenig involviert.

Auch spätabends ist es ruhig und niemand wird jetzt noch etwas von dir wollen.

Du wirst etwas von dem Meditationszustand mit in die Nacht nehmen.

Andere Zeiten im Tagesablauf sind ebenfalls geeignet. Ich habe im Zug meditiert, in der U-Bahn, sogar auf meinem Arbeitsplatz in der Mittagspause – also wann es gerade passte.

Wichtiger als morgens oder abends zu meditieren ist, eine feste Praxis zu etablieren. Feste Zeiten heißt, du nimmst dir vor, an jedem Sonntag um 11 Uhr zu meditieren oder jeden Tag direkt nach dem Aufstehen. Wenn du das eine Weile hinbekommst, dann hast du eine Routine etabliert. Das geht dann automatisch ohne große Überlegung wie Duschen und Zähneputzen.

Andere Wanns. Die Frage „wann meditieren?“ hat weitere Dimensionen:

Da kann ein Punkt in meinem Lebenszyklus gemeint sein. Soll ich meditieren, wenn ich Kind, Jugendlicher, junger Erwachsener, ein Mensch im mittleren Alter oder ein Greis bin?

Oder sollte ich warten, bis die Kinder größer sind, bis sie aus dem Haus sind? Soll ich meditieren, wenn ich Single bin? Oder wenn ich Urlaub mache? Wenn ich mein Examen geschafft habe? Da gibt es unendlich viele Wenns und Wanns.

Die Antwort ist: es ist immer die richtige Zeit, wenn du dafür offen bist. Und leg dieses Dafür-offen-sein nicht zu eng aus.

Mach deine Meditationspraxis nicht von Stimmungen ab. Meditiere! Meditation ist immer gut – egal, wie es dir gerade geht. Wichtig ist, überhaupt zu meditieren. Wenn du nicht meditierst, musst du dir über die Zeiten keine Gedanken machen.

 

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