Meditationsraum einrichten – Wie du einen Platz zum Meditieren findest und einrichtest

Meditationsraum einrichten. Wo meditieren?

Meditieren kann man überall. Doch gerade wenn du anfängst, solltest du es dir nicht unnötig schwer machen.

Meditationsraum einrichten Sitzkissen

 

Vermeide alles, was ablenkt oder stört

Wenn die Praxis noch nicht fundiert ist, lenkt alles mögliche ab und bringt dich in das Normalbewusstsein zurück, gepaart mit einem gewissen Groll.

Vermeide laute Orte – mit menschlichen Stimmen, hektischem Verkehrslärm oder Handyklingeln. Geräusche jeglicher Art stören.

Vermeide Orte mit extremen Temperaturen, mit Zugluft, starker Sonneneinstrahlung, blendendem Licht.

Vermeide Orte mit stickiger Luft, wo es stinkt; keine stechenden Insekten, kein Gerümpel.

Meditationsraum einrichten – einen Platz suchen, der die Meditation unterstützt

Wenn es um einen Platz in der Wohnung geht – wähle kein Zimmer, in das immer wieder jemand kommt, weil er dies oder das will, vielleicht auch ohne deinen Hund oder deine Katze. Das könnte gegen den Flur, die Küche oder ein Durchgangszimmer sprechen, auch gegen einen unheimlichen Keller.

Großartig ist ein spezielles Meditationszimmer, das ausschließlich diesem Zweck dient, wie ein Tempel. Es muss nicht groß sein. Ein separates Zimmer hilft, damit sich die guten Energien nicht unaufhörlich mit banalen und negativen Alltagskräften mischen.

Vielleicht gibt es ein Zimmer, das nicht oft anderweitig genutzt wird – etwa ein Gästezimmer oder ein ehemaliges Kinderzimmer. Natürlich kann es auch eine Ecke in einem sonst anders genutzten Raum sein.

Nach Möglichkeit sollte nichts an Alltag, drängende Aufgaben und Arbeit erinnern. Schlafzimmer könnten mit Schlaf assoziiert werden, Arbeitszimmer mit Arbeit.

Ein Raum der Stille

Ein Raum der Stille, der Ruhe und Frieden ausstrahlt. Ein Ort ohne Stress. Ein schöner Raum, möglichst hell und sonnendurchflutet, aufgeräumt, sauber, ohne Dinge, die nicht in einen Meditationsraum gehören, kein Telefon kein Handy.

Der Raum sollte ein Fenster haben, das sich öffnen lässt, damit frische Luft herein kann. Das hilft gegen Müdigkeit und fördert die Achtsamkeit.

Ein Ort, an dem du dich wohl fühlst

Wenn du einen Platz anvisiert hast – schau, ob er dir wirklich gefällt. Du solltest dich wohl fühlen.

Manche sprechen von Kraftplätzen, also Orten, die Dich allein dadurch, dass sie an einer bestimmten Stelle liegen, unterstützen. Dafür muss man Antennen haben. Wenn du dich an einem Platz, an dem sonst alles stimmt, auf unerklärliche Weise unwohl fühlst, dann ist er nicht richtig. Vielleicht hast du einen Lieblingsplatz in deiner Wohnung, eine Stelle, an der du dich pudelwohl fühlst.

Meditationsraum einrichten – was gehört in das Meditationszimmer?

Was gehört in den Raum?

Im ersten und im zweiten Schritt ein Meditationskissen oder ein Stuhl. Vielleicht noch eine Unterlage und eine Klangschale.

Der Raum sollte nicht mit vielen Gegenständen oder Möbeln vollgestopft sein – möglichst wenig Ablenkung. Nur Gegenstände, mit denen du dich wohl fühlst. Verbanne alles, was du da nicht wirklich haben möchtest.

Die Einrichtung kann extrem einfach sein – ein leerer weißer Raum mit einem Meditationskissen.

Meditationsraum einrichten – inspirierenden Dinge

Da kommt eine einzelne Blume in Frage, ein Zweig, eine Kerzenflamme oder auch ein Bild – etwas, das dich inspiriert, vielleicht dein Meditationsgegenstand.

Auch das Bild eines verehrten Meisters könnte hier her gehören – ein Bild Buddhas oder von Maria, eines höheren Wesens, ganz allgemein etwas, das du als heilig ansiehst. Oder eine Kalligrafie, die Tuschmalerei eines Kreises. Jeder Gegenstand, der dich inspiriert.

Zen-Buddhisten hängen vielleicht ein Rollbild mit einer Kalligrafie auf oder platzieren einen einzelnen Zweig. Es geht um das Sitzen – und sonst nichts. Eine Unterlage und ein Sitzkissen reichen.

Tibetische Buddhisten bauen vielleicht einen Altar auf mit unglaublich vielen Details, ganz vielen heiligen Bildern und Figuren, Opferschalen.

Andere mögen eine prachtvolle orientalische Kirche nachahmen mit Altären voller Andachtsbilder, mit Statuen, Kerzenständern, Weihrauchgefäßen.

Wenn der Raum neutral gestrichen ist – weiß oder sehr helles Anthrazit -, lenkt nichts ab. Vielleicht misst du bestimmten Farben eine unterstützenden Wirkung zu. Das könnte die Farbe Orange sein. Oder Gold? Dann halte deinen Raum in diesen Farben.

Ein kleines Opfer kann eine zusätzliche Unterstützung sein. Du bittest Wesen um Unterstützung und bietest ihnen eher symbolische Opfergaben an – ein Schälchen Reis, Früchte, Blumen. Gestalte etwas, das dich inspiriert und das deine Meditation unterstützt.

Meditationsraum einrichten Altar

 

Gewohnheiten

Es geht um unseren Geist. Und der ist ein Gewohnheitstier. Das kann man ausnutzen. Die richtigen Gewohnheiten helfen bei der Meditation. Hilfreiche Gewohnheiten sind Regelmäßigkeit, bestimmte Zeiten und ein bestimmter Ort.

Gewohnheiten sind wichtig, damit ich mich nicht immer wieder neu entscheiden muss. Soll ich heute meditieren oder nicht? Eigentlich ist mir nicht danach. Und schon wird das heute nichts. Und je öfter das heute nichts wird, um so wahrscheinlicher wird es, dass es morgen auch nichts wird.

Eine Gewohnheit bezieht sich eben auf einen bestimmten, immer gleichen Ort.

Stets der gleiche Platz

Wenn du immer an dieser Stelle meditierst, wenn du deinem Geist eine bestimmte immer gleiche Umgebung bietest, dann wird er in einer bestimmten Richtung konditioniert. Das bedeutet, dass er, wenn es gut geht, schon allein dadurch in einen meditativen Zustand kommt, dass du diesen besonderen Platz aufsuchst. Er wird in diesem Raum und im Umfeld dieser besonderen Gegenstände so etwas wie Meditation in dir hervorrufen.

Der Raum wird zu deinem Tempel

Durch regelmäßige Meditation, tiefe Rituale, durch Gebet, Puja und Guru-Yoga, Liebe und Verehrung sowie Mitgefühl wird dieser Raum bald Stille und Energie ausstrahlen und verzaubern. Eine besondere Atmosphäre wird dich dort umgeben. Die Praxis verwandelt deine profane Etagenwohnung in einen Tempel.

Draußen meditieren

Du kannst auch auf der Terrasse, auf dem Balkon oder im Garten meditieren. Und auch irgendwo ganz draußen – im Park, auf einem ruhigen, moosigen und mückenfreies Plätzchen im Wald!

Wenn du im Freien meditierst, wähle einen Kraftplatz, einen ruhigen Ort, der durch seine außergewöhnliche Energie stützt und trägt – eine einsame Stelle zwischen blühenden Blumen, unter kräftigen Bäumen, an Quellen, in Höhlen.

Oder begib dich an einen Ort, der lange Zeit der Andacht gedient hat, in eine alte Kirche.

Vorbereitung der Meditation

Reinige dich, bevor du meditierst und säubere und lüfte den Raum, damit du innerlich und äußerlich rein bist, frei von störenden, dunklen, profanen Gedanken! Halte in deiner Meditationsumgebung eine gewisse Ordnung, um die innere Ordnung zu unterstützen!

Stell dir den Platz, an dem du bist, großartig vor – wie einen himmlischen Palast. Und auch du selbst bist in deiner Essenz schön, erleuchtet; jetzt ist gerade die richtige Zeit. Und die Methode, die du anwendest ist großartig.

Meditationsraum einrichten

Raum für Meditation - asiatisches Siegel mit Tiger und Schriftzeichen
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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Anne Mai

    Lieber Tomo/Jürgen,

    Danke für diesen besonders wichtigen Beitrag. Hat mich soeben inspiriert, mir “meinen” ständigen Ort für die häusliche Meditation einzurichten und diesen dann auch konsequenter als die bisherigen zu nutzen.
    Herzliche Grüße
    Anne

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